Grüne Woche in Berlin

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Grüne Woche in Berlin

Gruppenbild

Ausflug zur Grünen Woche vom 22. bis 25. Januar 2010

Die Gaugruppe des Oberen Lechgau-Verbandes mit ihren Musikanten, die Roßhauptener Alphornbläser, ehemalige und künftige „Gaugruppler“ und ein paar Interessierte machten sich am vorletzten Januar-Wochenende auf den Weg nach Berlin zur Grünen Woche. Filetstück dieser Reise war, auf der Grünen Woche mit Schuhplattler, Volksmusik und Alphornweisen, echtes Brauchtum aus dem Oberen Lechgau zu zeigen.

„Ah, zum großen Fressen und Saufen wollt ihr also!“, äußerte sich dort ein Einheimischer mit „Berliner Schnauze“ ... Kann man so stehen lassen! Verhungern ist auf der Grünen Woche nicht möglich; eher, dass man vom kulinarischen Überangebot erschlagen wird oder nach dem Rundgang zerplatzt!

Kieler Sprotten, Mettwurst aus Bremen, ein Ürig aus Düsseldorf und an Obazta – eigentlich reicht es nach der Halle der deutschen Bundesländer schon. Doch locker weiter im Programm! Man kommt nicht drum rum kulinarisch die Welt kennen zu lernen: Kaviar am Alaskastand, Piroshi bei den Russen, indischen Papagam, usw., usw. Koreander, Marokkaner, Japaner, Norweger, alle sind vertreten.

Man braucht Erholung! Gott sei Dank bietet die Grüne Woche auch jede Menge, die vom Probieren ablenkt. Eine riesige Tierschau, Information über nachwachsende Rohstoffe oder zur Gartengestaltung! Man kann z. B. Weihrauchseife kaufen oder einen Bausparvertrag abschließen und vieles, vieles mehr. Die Bundesländer werben mit ihren Sonderschauen um Touristen: Die Attraktion dabei das Fahrrad für den Stammtischausflug. Man kann bei einem ökumenischen Gottesdienst Pause machen oder zwei lackanzugverkleidete Damen bei einem Alkoholtest prüfen lassen, wie viel noch Platz hat.

Als Höhepunkt der Reise bot dann das eineinhalbstündige Programm von Gaugruppe, Alphornbläsern und Musikanten kurzweilige Unterhaltung im Biergarten der Bayernhalle. Die Mitwirkenden zeigten mit ihren Auftritten echtes, sauberes Brauchtum aus dem Oberen Lechgau-Verband, was vom Publikum wohlwollend mit viel Applaus bedacht wurde. Das Landwirtschaftsministerium sprach höchstes Lob dafür aus und auch der direkte Kontakt zu Leuten aller Art war sehr positiv. „Habt ihr euch aber für uns schick gemacht“, gab es viel Anerkennung.

Zu Berlin gehört natürlich auch politische Weiterbildung am wohl geschichtsträchtigsten Ort jüngster deutscher Geschichte. Dazu diente eine Stadtrundfahrt mit Stopp am Reichstag. Seine Kuppel bietet einen ausgezeichneten Überblick über die Stadt. Ein Besuch im Plenarsaal, dem Ort, von dem aus die Arbeit der Regierung an das Volk gelangen soll, gehört einfach dazu.

Berlin empfing die Gruppe mit eisigen Temperaturen. Doch bei der abendlichen Einkehr konnte jeder bei geselliger Stimmung und Tanz wieder auftauen und über so manch gewonnenen Eindruck Berlins philosophieren. Der Heimweg führte noch in die Lutherstadt Wittenberg, wo die eisige Kälte jedoch bald jeden ins Brauhaus zum Mittagessen trieb.

Zum Schluss noch „Recht Vergelt´s Gott“ an Gauvorplattler Martin Kreuzer, der seine Jungfernreiseleitung hervorragend bewältigt hat.

Josef Hengge

Die Roßhauptener Alphornbläser
Das Frühschoppenfahrrad
Die Gaugruppe beim Gauschlag
und beim Steieregger
Unsere Musikanten
 
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