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Hausnamenschilder

Langsam aber sicher geraten sie in Vergessenheit, die Hausnamen. Auf dem Land oder von der älteren Generation werden sie noch verwendet, diese Namen, welche sich meist so deutlich von den Familiennamen unterscheiden. Doch woher kommen diese Hausnamen?

 

Hausnamen sind insbesondere im ländlichen, dörflichen Raum üblich. Vor der Einführung der Hausnummern und Grundbücher, waren diese die einzige Kennzeichnung eines Anwesens. Mit den oft rasch wachsenden Siedlungen war es nötig, eine eindeutige räumliche Orientierung zu schaffen. Dies war sehr wichtig um Besitz, Lehnsrechte und Dienstleute klar zuordnen zu können. Mit der Zeit wurden dann die für das Anwesen geltenden Hausnamen nicht nur mehr das Haus und den Hof gebraucht, sondern auch für dessen Bewohner.

 

Im Laufe der Jahre veränderten sich diese Namen aber auch. Sie wurden abgekürzt und verballhornt. Gingen vom Haus auf den Bewohner über und vom Bewohner auf ein neues Haus, wenn beispielsweise Güter geteilt oder Kinder in eigene Anwesen zogen.

 

Die Verbreitung und von Hausnamen zieht sich durch ganz Mitteldeutschland und die Gebiete an der bayerisch/österreichischen Grenze, ganz Österreich und das deutschsprachige Südtirol. Auch in weiten Teilen des westlichen Nordamerika, oder in Folge der Kolonisation in Afrika und Ozeanien, sind Hausnamen nach europäischem Muster durchaus noch üblich.

 

Der Unterschied zwischen Familiennamen und Hausnamen zeigt sich hier auch in der Ausdrucksweise. Einer den jeder als Gruber Sepp kennt, kann sich durchaus Josef Huber schreiben. Der Hausname wird dem Vornamen vorangestellt, während der Familien- bzw. Schreibname dem Vornamen nachgestellt wird. In Österreich kann der Vulgoname (Genanntname) auf Wunsch sogar in Telefonbüchern oder amtlichen Verzeichnissen wie Grundbüchern mitgeführt werden. Dies wird dann durch die Abkürzung vlg. kenntlich gemacht.

 

Bei uns jedoch sterben die Hausnamen langsam aus. Um dem entgegen zu wirken, haben die Schwangauer Trachtler den Anstoß dazu gegeben, dass an den alten Häusern Schilder mit dem jeweiligen Hausnamen und den „Holzzeichen“ der Rechtler angebracht wurden, so dass ein weiteres Stück Heimat erhalten bleibt.