Trachten- und Schützenausflug

Der Vereinsausflug führte uns diesmal ins nördliche Bayern, konkret nach Bayreuth und Kulmbach. 
Die Reisegruppe bestand heuer aus 41 Trachtlern, Schützen und einigen Gästen, die gespannt auf die kommenden beiden Tage am frühen Samstagmorgen am Hallenbad und an der Mooskirche den Bus bestiegen.
Die Routenwahl über Donauwörth und weiter über die B2 erwies sich als überaus vorteilhaft, denn bereits vor 10 Uhr trafen wir an unserer ersten Station in Bayreuth ein. Nach einer kurzen Orientierungsphase in der Innenstadt fand sich dann auch das Markgräfliche Opernhaus(Foto1). Von außen eigentlich recht unscheinbar erblickte man im Inneren Pracht und Prunk den kaum einer vermutet hätte (Foto2). Dank der künstlerischen Qualität und des Erhaltungszustands ist das Markgräfliche Opernhaus neben dem
Teatro Olimpico in Vicenza eines der beiden bedeutendsten vor der Französischen Revolution errichteten Theatergebäude, das erhalten blieb. Am 30. Juni 2012 erhob die UNESCO den barocken Bau zum Weltkulturerbe. In der im Seitentrakt des Gebäudes untergebrachten Ausstellung zum Opernhaus erfuhren wir einige „Geheimnisse“ wie z.B.: Was haben ein Fertigbaumöbel und das Logenhaus gemeinsam? Welche Spuren hinterließen die Besucher der vorherigen Jahrhunderte? Wie roch eine Aufführung im 18. Jahrhundert? Welche Klänge erfüllten das Haus? Wer arbeitete vor und hinter den Kulissen? Wie funktionierte der Bühnenbildwechsel „von Geisterhand“, wie Spezialeffekte? (Foto 4+5)
Nachdem der Wissensdurst erstmal gestillt war ging es in wenigen Minuten mit dem Bus zur Mittagspause.
Aufgeteilt auf 2 Gruppen erkundeten wir anschließend mit Stadtführern die Bayreuther Altstadt (Foto 6). Etwas Verwunderung kam auf dass in der Fußgängerzone bereits die Buden für den Weihnachtsmarkt aufgebaut waren. Aber bitte, „andere Orte, andere Sitten“, denn der Bayreuther Christkindlesmarkt ist einen ganzen Monat lang geöffnet. Das typische Bild der Bayreuther Altstadt ist geprägt von den vielen massiven gelblichen Sandsteinbauten welche offensichtlich die Kriege meist unbeschadet überdauert haben. 
Wir erfuhren unter anderem etwas über das Neue Schloss Bayreuth (Foto 7+8), in dem nur das Erdgeschoß früher bewohnt war und die anderen Stockwerke immer leer standen, was einen doch sehr verwunderte. Durch den herrlichen Hofgarten (Foto 9+10)) ging es vorbei an der schlichten Grabstätte von Richard Wagner (Foto 11) und dessen Wohnhaus „Wahnfried“ (Foto 12) wieder zurück zum Bus.
Nach einer kurzen Fahrt trafen wir am späten Nachmittag an unserem Hotel in der Nähe von Kulmbach ein. Abendessen, Hoigarte, „Livemusik von Schorsch“, Singen und wieder jede Menge Gespräche rundeten den Tag ab.
Entgegen der Wettervorhersage empfing uns der nächste Morgen mit einem blauen Himmel und strahlender Sonne über der vernebelten tiefer gelegenen Umgebung (Foto 13).
Über dem Nebel zeigte sich in einigen Kilometern Entfernung unser Tagesziel, die Plassenburg in Kulmbach. Diese ist einer der imposantesten Burganlagen Deutschlands und Wahrzeichen der Stadt. Sie war Landesfestung, Residenzschloss, und wurde schließlich später zu einem sogenannten „Festen Schloss der Renaissance“ umgebaut.
Die Anlage beherbergt unter demselben Dach einige interessante Museen, darunter das Deutsche Zinnfigurenmuseum (Foto 15-18). Beeindruckend die Kunst der Zinngießer, wie sie diese vielen kleinen Figuren hergestellt haben und diese dann auch noch farbenfroh bemalt haben. Ein Diorama besteht beispielsweise aus über 19500 Figuren. Im Landschaftsmuseum Obermain werden viele kulturhistorische Exponate gezeigt, darunter der „Pörbitscher Schatz“ bestehend aus diversen vergoldeten Silberpokalen die lange Jahre verschollen waren und zufällig 1912 bei Bauarbeiten wieder ans Tageslicht kamen (Bild 19).
Ein Mittagessen in der Kulmbacher Altstadt rundete den Tag ab bevor wir uns auf die Heimfahrt begaben. Am frühen Abend machten wir noch einen Abstecher zum Landgasthof  „Grüner Baum“ in Westendorf um uns für die wenigen Restkilometer noch zu stärken.
Ein wiederum gelungener Ausflug, daher natürlich wieder vielen Dank an die Organisatoren: Reinhard, Schorsch, Franz, Siggi und nicht zu vergessen an Walter von der Fa. Rothärmel der uns heil hin und wieder zurück gebracht hat.
Vielen Dank.

Ralf Rentmeister

 

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