D´Neuschwanstoaner Füssen e.V.
Abstand Header
Startseite
Fotogalerie
Satzung
Vorstandschaft
Unsere Veranstaltungen
Jugendarbeit
Aktuelles
Chronik
1900-1909
1910-1919
1930-1939
1940-1949
1950-1959
1960-1969
1970-1979
1980-1989
1990-1999
Allgemeines
Vereinslokale
Patenschaften
Historische Tracht
Aktivgruppe
Dein Engagement - wir brauchen dich!
Kontakt
Impressum
Datenschutzerklärung
Inhaltsverzeichnis
Links zu Freunden und Förderern

1950 - 1959

Dieses Jahr stand ganz im Zeichen des 50. Gründungsfestes, verbunden mit dem 30- jährigen Gründungsfest des Oberen Lechgaues am 5./6. August 1950. Die zwei noch lebenden Gründungsmitglieder Josef Machenschalk und Bernhard Klopfer konnten dieses Fest noch mitfeiern. Die Feldmesse wurde auf dem Baumgarten gehalten. Die alten Glocken, die während des II. Weltkrieges abgeliefert werden mussten und eingeschmolzen wurden, erklangen vom Tonband über Lautsprecher und begleiteten die Trachtler zur Messe, die Stadtpfarrer Christoph Kaiser zelebrierte. Am Festzug durch die Stadt nahmen 48 Vereine, 12 Musikkapellen und 3 Festwagen teil. Das Festzelt stand am Bergerfeld (heute Schulanlage). Auch Abgesandte der Besatzungsmacht feierten mit. Im Zweispänner fuhren Landrat Hoffmann und Bürgermeister Schmidt im Festzug mit. Von den Festeinnahmen wurden DM 50,00 dem Gau und DM 30,00 für die neuen Kirchenglocken gestiftet.

Im gleichen Jahr am 24. August kamen sieben Glocken auf blumengeschmüc­kten Wagen, die von schweren Pferden gezogen wurden, in unsere Stadt. Bei der Spitalkirche mussten noch zusätzliche Pferde vorgespannt werden, sonst wäre die schwere Fracht nicht die Lechhalde hinauf gekommen. Stadtpfarrer Kaiser und Pfarrer Löckher weihten die Glocken, die dann mittels Handwinde unter Mitwirkung unserer Trachtenkameraden auf den Turm von St. Mang auf­gezogen wurden.

Auch Gauveranstaltungen wurden wieder geplant, doch das Gau-Liedersingen 1951 in Lechbruck musste abgesagt werden, da die Maul- und Klauenseuche grassierte.

Im Jahr darauf gaben die Amerikaner den Baumgartensaal frei (später Wiener­wald) und so wurden in diesem Sommer bereits 12 Gebirglerabende veranstal­tet. Der Verein erholte sich. Die Frauen schafften sich neue Hüte an, erwarben handgestickte Tücher und strickten sich ihre Trachtenjäckchen selber.

1953 erhielt der Verein ein Schreiben vom Verein „Enzianer" Kaiserslautern. Dieser suchte einen bayerischen Verein, mit dem er die alte geschichtliche Ver­bindung zwischen Bayern und Pfalz pflegen wollte. Die Neuschwanstoaner fuhren so über Pfingsten in die Pfalz. Bei dieser Gelegenheit baten die „Enzianer" ums Patenstehen bei der neu beschafften Fahne. Die Weihe sollte ver­bunden werden mit dem 30jährigen Gründungsfest und in Füssen gefeiert wer­den, was im nächstfolgenden Jahr auch geschah. Zu Gast war nicht nur der Bürgermeister der Stadt Kaiserslautern, sondern auch der Vorsitzende des Rhein-Main-Gaues mit dem Gauausschuss. Leider hat es das Fest total verregnet. Hier wurde der Grundstock für eine intensive Freundschaft gelegt, die abwech­selnd immer wieder Besuch und Gegenbesuch zur Folge hatte und bis heute andauert.

Im Jahr 1954 wurde ein Fest besucht, das von den Teilnehmern auch noch nach Jahren so in Erinnerung blieb, dass es vorher und auch nachher kein solch schönes Fest mehr gab. Am 16.05.54 fuhren unsere Mitglieder nach Leutstetten, um am Trachtenauf­marsch zu Ehren von Kronprinz Rupprecht anlässlich seines 85. Geburtstages teilzunehmen. - Die Aktiven zeigten nun ihre Tänze nicht nur bei öffentlichen Veranstaltungen, sondern sie wurden auch von den Amerikanern in die Kaser­ne und an den Alatsee eingeladen, um dort die Soldaten zu unterhalten. Sehr gerne nahm man die Einladungen an, gab es doch am Ende der Auftritte immer etwas zu futtern und man konnte Dinge zu sich nehmen, die die jüngeren Mitglieder in den Kriegsjahren nicht einmal vom Namen her kannten wie Datteln, Feigen, süßsaure Gurken oder - für was sich jeder Auftritt lohnte - Eiscreme, fast soviel wie das Herz begehrte oder der Magen zuließ.

Im Jahr 1957 fand eine bemerkenswerte Änderung bei den Neuwalen statt. War es z. B. in den 30er Jahren üblich, dass der Vorstand gewählt wurde und er dann seine Mannschaft selbst bestimmte, wurde diese Vorgehensweise später durch Wahlen per Akklamation abgelöst. Nun bestanden die Mitglieder darauf, dass jedes Ausschussmitglied geheim und schriftlich gewählt wurde.

Doch auch die vereinsfamiliären Zusammenkünfte belebten sich neu. Grün­dungsmitglied Josef Machenschalk und seine Frau Katharina feierten im Kreise ihrer Trachtenfreunde ihre goldene Hochzeit im Jahr 1958.

Auch die Vereinskasse spürte Erleichterung, da im Jahr 1959 die „Vergnügungs­steuer" in Wegfall kam.