D´Neuschwanstoaner Füssen e.V.
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Die Geschichte der Vereinslokale der beiden Füssener Trachtenvereine

Rede von Frank Lorenz am 2. Februar 2007 zur Stübleeinweihung

Ich möchte euch heute kurz durch das letzte Jahrhundert führen, wie es in der Gifthütte anfing, bis heute im so genannten „Sissi-Saal“, der hoffentlich sehr lange unsere Bleibe sein wird.

Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts junge Burschen aus Ober- und Niederbayern auf der Suche nach Arbeit und Brot in die Füssener Gegend kamen, fanden sie Anstellung in den Hanfwerken in Füssen. In ihrer karg bemessenen Freizeit unternahmen sie teils abenteuerliche Touren auf die heimatlichen Berge. Diese gemeinsamen Erlebnisse schweißten kameradschaftlich eng zusammen.

Bei regelmäßigen Zusammenkünften im Gasthaus „Mineralbad“ (genannt Gifthütte) im Lechgrieß (heute Betriebsgelände der Textil AG) entstand der Wunsch, einen „Alpenclup“ zu gründen. Dies fand im November 1900 statt.

Nach dem Tod des Herbergsvaters 1904 wählten die Heimatfreunde für ihre Treffen das Gasthaus Lamm. Während des zweiten Weltkriegs kam das Vereinsleben fast völlig zum Erliegen. In den Niederschriften wird das Jahr 1945 als das schwierigste bisherige Vereinsjahr bezeichnet.

Am 28. Mai 1945 hatte die Militärregierung Erlaubnisscheine ausgestellt, und so konnte die erste Besprechung nach dem Krieg 1946 im Gasthaus Hechten stattfinden. Ab 1950 wurde der Saal im Gasthaus Schwanen als neues Vereinslokal genutzt. Dort konnten endlich wieder Plattlerproben durchgeführt werden und für Feierlichkeiten wurde der Baumgartensaal genutzt (heute Olivenbauer).

Nach vier Jahren, zum 1.April 1954 mussten die Neuschwanstoaner das Vereinslokal im Schwanen aufgeben. Bei der Halbjahresversammlung am 27. März 54 in der Weizenbrauerei machte die Wirtin dem Verein den Vorschlag, man könne sich doch in ihrer Wirtschaft treffen, bis ein neues Vereinslokal gefunden ist. Diese Zeit der Suche sollte sehr lange dauern…

1962 übernahm Georg Braun, Mitglied im Trachtenverein, die Weizenbrauerei und wurde damit zum neuen Herbergsvater. Nach dessen Tod 1986 übernahm Familie Erl die Woaze und blieb auch weiterhin unser Vereinslokal. Doch zum Proben war der Saal über der Woaze irgendwann nicht mehr zu gebrauchen, da der Boden mittlerweile nachgab. Also musste man sich andere Örtlichkeiten zum Proben suchen wie zum Beispiel das Soldatenheim und das Kurhaus. Diese waren aber auf die Dauer auch keine Lösung.

Dagegen hatte es der Trachtenverein „Almrausch“ zuerst leichter, denn er konnte 49 Jahre lang, von 1919 bis 1968, das Gasthaus Sonne als Vereinslokal und Proberaum nutzen. In der schlechten Zeit haben die Mitglieder Holz mitgebracht, damit der gusseiserne Ofen angeworfen werden konnte, um die Heimatabende, Versammlungen und so weiter durchführen zu können.

1968 wurde dann das Bräustüberl zum neuen Vereinslokal. Damit wurde es aber mit den Proben schwieriger. Ca. 14 Jahre lang probten die Aktiven im Bräustüberl und die Jugend im Jugendhaus. Vor ca. 25 Jahren wurde im Mädle-Schulhaus, die damalige Kurverwaltung, der zweite Stock zum Proben genutzt. Nach dem dortigen Umbau begann auch für den Almrausch die Zeit des Zigeunerlebens. Verschiedene Proberäume, wie zum Beispiel Hallenbad und Altersheim, wurden genutzt. Vor 14 Jahren stellte dann die Stadt Füssen die Räume des ehemaligen Arbeitsamtes in der Spitalgasse als Vereinslokal zur Verfügung.

Auch für die Neuschwanstoaner hatte nach „wohlgemerkt 43 Jahren „die Suche nach neuen Räumlichkeiten endlich ein vorläufiges Ende gefunden. Wenn man bedenkt, dass damals die Weizenbrauerei nur als Zwischenlösung gedacht war, kann man sich vielleicht vorstellen, was es für eine Erleichterung gewesen sein muss, als uns 1997 die Räumlichkeiten im alten Feuerwehrhaus als neues Vereinslokal angeboten wurden.

Die damalige Einsatzzentrale der Feuerwehr und das Floriansstüble wurden zum Vereins -und Proberaum umfunktioniert. Am 15. März 1997 wurde das Vereinsstüble eingeweiht. Aus den Protokollbüchern geht hervor, dass bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde. Zehn Jahre Vereinsleben im ersten eigenen Stüble sind nun zu Ende und gemeinsam mit dem Almrausch beginnen wir nun die Zukunft in diesen neuen Räumlichkeiten.