Maibaum

Der Brauch des Aufstellen eines Maibaumes geht wahrscheinlich auf die Baumverehrung in germanischer Zeit zurück. Man sieht in ihm eine Vergrößerung der Lebensrute, er ist Sinnbild der Fruchtbarkeit und des Segens. Figurenmaibäume, wie wir sie heute kennen, lassen sich erst seit dem 18. Jahrhundert sicher nachweisen. Am 1. Mai wird in Sulzschneid ein neuer Maibaum aufgestellt oder der alte wieder neu geschmückt. Diese Aufgabe haben zusammen der Trachtenverein, die Feuerwehr und die Blasmusik übernommen und veranstalten gemeinsam an diesem Tag ein Dorffest. Eine schöne, hochgewachsene Fichte wird aus dem Wald ins Dorf geholt und entrindet. Der Maibaum wird mit grünen Girlanden, bunten Bändern und Fahnen geschmückt. Außerdem werden an ihm gemalte Schilder mit Vereins- und Handwerksmotiven, welche es im Dorf gibt, angebracht.