Veranstaltungen im Trachtenjahr

Gaukränzle

Die erste Veranstaltung im Trachtenjahr ist meist das Gaukränzle. Hier treffen sich alle Aktiven zu einem bunten Faschingsball. Dieses richtet jedes Jahr ein anderer Verein im Gau aus. In den letzten Jahren gingen die Trauchgauer unter den Mottos Vampire, Zirkus und Indianer.

Gaujugendkränzle

Auch die Jugendgruppen feiern den Jahresauftakt mit dem Gaujugendkränzle. Dieser ist am Sonntag nach dem Gaukränzle und wird vom gleichen Verein veranstaltet.

Trachtenball

Traditionell findet am Faschingssamstag im Festsaal des Gasthaus Herz (früher Gasthaus Post) der Trachtenball statt. Dort feiern Jung und Alt zusammen den Fasching. Alle Jugend- und Aktivgruppen zeigen dort Scatche, Tänze und lustige Einlagen. Außerdem treten die Theatrer mit einem Einakter auf. 

Funkentanz

Die Dorfjugend hält den Brauch des Winteraustreibens durch das Funkenfeuer am 1. Fastensonntag aufrecht.

Der ursprünglich anschließend an das Funkenfeuer im Gasthof Sera in Trauchgau-Unterreithen durchgeführte Tanz, wird seit 1982 vom Trachtenverein als Volkstanz weitergeführt. Ab 1990 findet dieser alemannische Brauch traditionell immer am Funkensamstag in der Lechhalle in Lechbruck statt.

Vereinsabend

Der Vereinsabend ersetzt seit 1997 die traditionelle Frühjahrsversammlung. Auf dem Programm stehen Ehrungen verdienter Mitglieder, Auftritte der Jugend- /Aktiv- und Musikgruppen, sowie die Vorschau über die Jahrestermine.

Maibaum-aufstellen

Seit 1967 stellt der Trachtenverein von Hand einen Maibaum auf. Die Erneuerung der Zunfttafeln fand 2009 das letzte Mal statt. Der Maler Manfred Vöst aus Peiting bemalte die Tafeln aus Edelstahl. Danach wurden sie mit Klarlack versiegelt.

Fronleichnam

Nach längerer Unterbrechung tragen seit 1981 je 4 Plattlermädla die geschmückten Figuren der Heiligen Mutter Anna und der Heiligen Maria bei der Fronleichnamsprozession durch die Fluren. Überwiegend Plattler führen an diesem Festtag die 4 großen, 7 Meter hohen Kirchenfahnen mit.

Gedenkmesse

An den Gedenkkreuzen in der Wasserschoad, Kälberhalde und am Bildstock in der Unterreither Ruah wird im jährlichen Wechsel den Gründern und verstorbenen Mitgliedern gedacht. Diese haben durch ihre jahrelange Arbeit unseren Verein nachhaltig geprägt. Das Feldkreuz an der Rieder Kälberhalde wurde nach der Aufstellung 1956 erstmalig 2018 erneuert.

Gaufeste

Das Gaufest ist der Höhe Punkt im Trachtenjahr. Am letzten Juliwochenende treffen sich alle Vereine des Oberen Lechgaues und zahlreichen Nachbar-Gauen. Am Freitag ist meist ein bayrischer Abend. Am Festsamstag ist der Gauheimatabend. Hier zeigen die Aktiv-Gruppen ihr Können. Der Festsonntag beginnt dann mit einem Gottesdienst. Anschließend folgt ein Fühschoppen, an dem die Jugendgruppen auftreten. Der Höhepunkt ist der gemeinsame Festzug durch den Ort des Veranstalters. Nun folgt der Festausklang mit Bekanntgabe des Meistpreises, sprich welcher Verein mit die Meisten Zugteilnehmer stellte. 

Kalkofenfest

Nach dem Erwerb des Kalkofens durch die Gemeinde Halblech und dem Bau des neuen Gerätestadels des Trachtenvereins in diesem Bereich haben die Tachtler 1983 die Tradition der Waldfeste im nahegelegenen Stockinger Wald am Kalkofen wieder aufgenommen. Seitdem wird das Kalkofenfest jährlich im August mit einem Heimat- und einem Stimmungsabend durchgeführt.

Zur Jahrtausendwende kamen zu diesem Fest bis zu 800 Besucher um zu den Klängen des „Trio Alpin“ aus dem Zillertal zu Tanzen und Feiern.

Anlässlich des Kalkofenfestes wurden auch verschiedene Gaudi-Wettbewerbe, wie z.B. Wettschaufeln, Maßkrugstemmen oder Älpler Dreikampf (Mondrakete schieben, Hau den Lukas, Bockstechen) durchgeführt. Nach wie vor tragen die althergebrachten Trauchgauer Spiele „Japanisches Fadenziehen“, „Glücksrad“ und „Bockstechen“ zur Unterhaltung bei.

Regelmäßiges Kalkbrennen am Vereinsheim
1985, nach umfangreichen Renovierungsarbeiten, konnte der gemeindeeigene Kalkofen wieder in Betrieb gehen. Der Ofen steht unter der Obhut des Trachtenvereins.
Mit Sebastian Stumpf, einem Sohn des letzten Kalkbrenners und zahlreichen Mitgliedern konnte man 1985 den Wunsch der Gemeinde erfüllen, einen Kalkbrand zu realisieren.
Umfangreiche Vorarbeiten waren erforderlich, um im Sommer 2001 ein weiteres Mal einen „Brand“ durchzuführen. Wieder stand unser Wastl Stumpf als Ratgeber und Verantwortlicher zum erfolgreichen Gelingen zur Verfügung. Der Interessentenkreis erweiterte sich enorm. Ein Aufnahmeteam des Bayrischen Fernsehens, das die gesamten Arbeiten vom Sammeln der Kalksteine im Flussbett des Halblechs bis zum Löschen des gebrannten Kalks festhielt, sendete in der Serie „Aus Schwaben und Altbayern“ das seltene Ereignis. 

 Erfreulicher Weise erlernten wieder einige „Älpler“ die Grundzüge des Kalkbrennens, um den Fortbestand dieser Handwerks–Kunst zu sichern.
Der letzte Brand fand 2010 unter Anleitung von Richard Leitner statt, wobei ca. 50 Ster Brennholz und 7 Kubikmeter Kalksteine notwendig waren um ca. 7000 Liter Löschkalk herzustellen. Die freiwilligen Helfer hielten dazu das Feuer 4 Tage ununterbrochen am Lodern.
 

Preisplatteln

1980 nahmen zum ersten Mal im Oberen Lechgau zwei Gruppen aus einem Verein am Aktiv-Preisplatteln teil.
Höhepunkt war 1986, als insgesamt 38 Paare an den beiden Preisplatteln mit jeweils 3 Gruppen in der Jugend und 3 Gruppen in der aktiven Wertung antraten.

Erntedank

Am Erntedankfest die Erntekrone von Trachtlerinnen zum Altar getragen. Die Vereinsmitglieder beteiligen sich zahlreich an diesen kirchlichen Festlichkeiten.

Lebende Krippe der Jugendgruppe am Weihnachtsmarkt in Trauchgau

Hierzu wurde 2007 aus Altholz ein Stall gebaut um die Heilige Familie, Ochs und Esel aufzunehmen. 
Platz findet dieser in „Hansmichelars Garten“. Am Sonntagvormittag ziehen Maria auf dem Esel, geführt von Josef, zahlreiche Hirten mit ihren Schafen auf den Kirchenplatz ein, die dabei vorgelesene Weihnachtsgeschichte umrahmt die Szene.